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Das künstliche Neuron

Künstliche neuronale Netze sind ein wichtiger Teilbereich der Künstlichen Intelligenz. Sie können mit gelabelten Testdaten trainiert werden (überwachtes Lernen) und viele Probleme lösen, die handprogrammierten Algorithmen nicht zugänglich sind.

Beispiele:

Von der Nervenzelle zum künstlichen Neuron (Perzeptron)

Eine Nervenzelle (Neuron) hat mehrere Eingänge und einen Ausgang. An den Eingängen erhält sie verschieden starke Stromimpulse, am Ausgang generiert sie ebenfalls einen Stromimpuls, dessen Stärke von der Stärke der Impulse an den Eingängen abhängt. Es liegt nahe, auf ähnliche Weise ein künstliches Neuron zu erstellen, das - abhängig von den Eingangsgrößen $x_1, x_2,\ \ldots,\ x_n$ am Ausgang den Wert 0 oder 1 liefert.

Definition eines künstlichen Neurons

Ein künstliches Neuron ist eine Funktion, die $n$ Eingabewerte $x_1, x_2, \ldots, x_n$ entgegennimmt und einen Ausgabewert liefert. Die genaue Funktion des Neurons wird bestimmt durch folgende Konstanten:

  • $n$ Gewichte $w_1, w_2, \ldots, w_n$
  • den Schwellenwert $\theta$ und
  • die Aktivierungsfunktion, meist die Heaviside-Funktion $H(x)$.

Die Heaviside-Funktion ist folgendermaßen definiert: $H(x) = \begin{cases} 0 & \text{für } x < 0 \\ 1 & \text{für } x \ge 0 \end{cases}$

Der Ausgangswert des Neurons berechnet sich (mit Heaviside als Aktivierungsfunktion) folgendermaßen: $$Ausgangswert = H(x_1\cdot w_1 + x_2\cdot w_2 + \ldots + x_n\cdot w_n - \Theta)$$

Das heißt, das Neuron hat den Ausgabewert 1 (man sagt, es "feuert"), wenn $$x_1\cdot w_1 + x_2\cdot w_2 + \ldots + x_n\cdot w_n - \Theta \ge 0$$

ki/neuronen/start.1779220959.txt.gz · Zuletzt geändert: von Martin Pabst

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